Mein letzter Basar-Abschluss: 45 Euro eingenommen, etwa genauso viel ausgegeben. Auf den ersten Blick können Kleiderbasare eine Nullrechnung sein – aber irgendwie trotzdem ein Gewinn.
Andere Familien freuen sich über die Klamotten unserer Kinder. Meine Kinder strahlen über Spielsachen und Shirts, die für sie neu sind. Und ich stehe mit einer Tüte voller Dinge, für die ich kaum etwas bezahlt habe. Das fühlt sich richtig an.
Im Frühjahr und Herbst gibt es in fast jeder Stadt und Gemeinde Spielzeug- und Kleiderbasare. Falls du noch nie dort warst – hier ist alles, was du wissen musst.

Zwei Formate – welches passt zu dir?
Variante 1: Eigener Stand
Du mietest einen Tisch, preist deine Sachen aus und verkaufst selbst. Die volle Einnahme gehört dir – keine Provision, keine App.
Der Haken: Es ist aufwändig. Frühzeitig da sein, aufbauen, stundenlang stehen, abbauen. Mit Kleinkind auf dem Arm eher eine Herausforderung.
Mit älteren Kindern kann das aber richtig schön sein – sie können ihre eigenen Sachen verkaufen, Preise verhandeln, Geld zählen. Ein echter Lernmoment und ein kleines Abenteuer für sie.
Variante 2: Über die Basarlino-App
Viele Gemeinden arbeiten mittlerweile mit der Basarlino-App. Du preist deine Artikel zuhause aus, gibst sie am Basar-Tag ab – und andere verkaufen für dich. Praktisch, unkompliziert, familientauglich.
Der Haken hier: Du gibst 20–25 % Provision ab, plus eine kleine Teilnahmegebühr. Und es gibt eine maximale Anzahl an Artikeln, die du einstellen darfst.
Mein Tipp: Eine Helferschicht übernehmen! Das klingt erstmal nach Mehraufwand – aber es lohnt sich doppelt:
- Du darfst mehr Artikel verkaufen als normale Teilnehmer
- Du kannst oft am Vortag beim Helfer-Vorverkauf einkaufen – also mit der vollen Auswahl, bevor der große Ansturm kommt
Wir machen das so. Und es ist jedes Mal gut.

Warum sich Kleiderbasare trotz Nullrechnung lohnen
45 Euro rein, 45 Euro raus – klingt nach nichts. Aber schau mal genauer hin:
Die Klamotten der Kinder, die wir verkauft haben, hätten sonst im Keller gelegen oder wären gespendet worden. Die Spielsachen, die wir mitgenommen haben, hätten neu ein Vielfaches gekostet. Unterm Strich haben wir also Dinge losgeworden, die wir nicht mehr brauchen – und Dinge bekommen, die unsere Kinder wirklich wollen. Für null Euro Differenz.
Das ist Kreislaufwirtschaft im Kleinen. Und es macht Spaß.
Wie kann man als Familie noch Geld sparen? Hier findest du einen Artikel darüber, wie wir im Jahr knapp 800€ von der Krankenkasse wieder bekommen. Schau gerne mal rein.
Der unterschätzte Bonus: Der Basar als Ausflug
Mein Mann liebt es zu „Bummeln“. Und da ist er bei Basaren genau richtig. Außerdem – es gibt fast immer Kaffee und Kuchen oder Waffeln. Und weil er nach Spielsachen stöbern kann wie ein Kind im Süßigkeitenladen, kommt auch er voll auf seine Kosten🙂.
Mit Kindern ist ein Basar ein echter Ausflug: bunte Stände, andere Kinder, günstige Dinge zum Anfassen. Und für uns Eltern: man kommt mit anderen Mamas und Papas ins Gespräch. Kurz durchatmen, quatschen, stöbern.
Das hat keinen Preis – aber einen echten Wert.
Was machen wir mit dem Verkaufserlös?
Falls am Ende etwas übrig bleibt, kommt es entweder auf die Konten der Kinder oder in unsere Ausflugskasse. So hat die ganze Familie etwas davon – und der Basar zahlt im besten Fall den nächsten Eisdielenbesuch. 🍦
Dein nächster Schritt
Schau jetzt kurz, ob es in deiner Gemeinde oder Stadt in den nächsten Wochen einen Kinder-Kleider- oder Spielzeugbasar gibt. Oft findest du das über:
- Die Website deiner Gemeinde
- Facebook-Gruppen für Eltern in deiner Stadt
- Die Basarlino-App – dort sind viele Basare direkt gelistet
Und wenn du mitmachen willst: früh anmelden, Helferschicht sichern, Artikel zuhause vorbereiten.
Das Wichtigste auf einen Blick
✅ Kleiderbasare gibt es im Frühjahr und Herbst in fast jeder Gemeinde
✅ Eigener Stand: mehr Einnahmen, aber mehr Aufwand – toll mit älteren Kindern
✅ Basarlino-App: bequem, aber 20–25 % Provision + Teilnahmegebühr
✅ Helferschicht lohnt sich: mehr Artikel verkaufen + Vorverkauf am Vortag
✅ Erlös auf Kinderkonto oder Ausflugskasse – so freuen sich alle
💬 Hast du schonmal Klamotten auf einem Basar verkauft oder gekauft? Schreib es gerne in die Kommentare 😊
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