Weihnachten ist mein absolutes Lieblingsfest. Zwischen Lichtern, Geschenken und Plätzchen habe ich mich früher allerdings oft dabei ertappt, innerlich mitzuzählen.
Viele Geschenke, die gekauft werden mussten, wenig Geld auf dem Konto – und ständig dieses Gefühl, alles irgendwie zusammenhalten zu müssen.
Geld hin- und herschieben zwischen Konten, Gutscheine einlösen, die ich selbst einmal geschenkt bekommen habe, nur damit am Ende genug für alle da ist.
Kennst du das Gefühl?
Nun habe ich aber ein Unterkonten-System für meine Familie entwickelt. Und damit habe ich keinerlei Angst mehr vor Hochzeiten, Weihnachten oder Geburtstagen. Warum? Weil das Geld für die Feierlichkeiten einfach monatlich zur Seite gelegt wird – auf ein „Geschenke-Unterkonto“. Automatisch. Ohne Stress. In diesem Artikel erkläre ich dir genau, wie ich das mache – und wie auch du es umsetzen kannst.

In diesem Artikel:
Die 50/30/20-Faustregel als Basis
Vielleicht hast du schon mal von der 50/30/20-Regel gehört.
Das Prinzip:
- 50% deines Einkommens für Fixkosten (Miete, Lebensmittel, Versicherungen)
- 30% für Wünsche (Freizeit, Hobbys, Urlaub)
- 20% fürs Sparen (Notgroschen, Altersvorsorge, Rücklagen)
Klingt theoretisch gut – aber funktioniert das in der Praxis?
Ja! Allerdings habe ich bei den einzelnen Punkten ein paar Posten integriert, sodass man ein bisschen mehr Leichtigkeit verspüren kann.
Im ersten Moment heißt es vielleicht monatlich einschränken und sparen – aber im Großen und Ganzen verschafft es dir mehr Freiheit.
Lass uns die einzelnen Punkte genauer anschauen.

50% für Fixkosten
Fixkosten sind fast immer der größte Punkt an monatlicher Belastung.
Hierunter fällt:
- Miete oder Hauskredit
- Lebensmittel
- Handyvertrag
- Strom & Heizung
- Auto (Versicherung, Sprit) oder ÖPNV
- Versicherungen (Kranken-, Haftpflicht, etc.)
- Laufende Verträge (Internet etc.)
Die Realität:
Bei den meisten Familien sind es nicht ganz 50% – oft eher 55-60%, besonders wenn man in einer Großstadt (oder teuren Kleinstadt) lebt, alleinerziehend ist oder kleine Kinder hat und somit oft nur ein Einkommen.
Mögliche Verschiebungen:
- Großstadt: 60/30/10 oder 70/20/10
- Junge Familien / Alleinerziehende: 55/25/20 oder 60/25/15
Das Wichtige: Egal wie es bei dir und deiner Familie ist, es bleibt dennoch immer noch genug Geld, um etwas zur Seite zu legen – und somit den vorweihnachtlichen Geschenke-Marathon zumindest finanziell zu meistern! Wenn du Tipps hast, wie man all das andere wie Plätzchen backen für die Kita, Adventskalender basteln, Baum organiseren, schmücken etc. meisterst, dann melde dich gerne bei mir 😉.

30% für Wünsche
Hier wird es spannend!
Denn hierunter fallen nicht nur „Luxus“, sondern auch:
- Streaming-Dienste (Netflix, Spotify, etc.)
- Friseur
- Klamotten
- Hobby & Freizeit
- Café-Besuche, Essen gehen
- Urlaub-Rücklage
- Kinderbedarf (Spielsachen, Kleidung)
Ja, wir sparen auch monatlich für einen Friseur-Besuch!
Und wir legen bereits Geld für Klamotten oder Urlaub zur Seite. So sparen wir uns den Stress, kurz vor den Ferien zu merken, dass wir uns keinen Urlaub leisten können.
Wie machen wir das? Mit Unterkonten!
Wir nutzen seit Jahren N26, weil dort Unterkonten besonders übersichtlich sind und du bist zu zehn Unterkonten verwenden kannst. Das System funktioniert aber auch mit anderen Banken, die Unterkonten oder Tagesgeldlösungen anbieten – z. B. ING, DKB oder C24.
Unsere Unterkonten:
- Urlaub
- Geschenke
- Klamotten
- Friseur
- Geld für unsere Kinder (für Klamotten, Spielsachen oder bspw. einen Autositz) / pro Kind ein Unterkonto
- Geld für Ausflüge
- Rücklagen Fixkosten, die nur quartalsweise vom Konto abgehen
Wir nutzen das bereits seit vielen Jahren und sind super happy mit dem System! Der Vorteil:
- Alles ist klar getrennt
- Kein Geld „versickert“
- Ich weiß immer, wofür wie viel Geld da ist
- Kein schlechtes Gewissen beim Geldausgeben

20% für Sparen
Beim Sparen kommen wir nun zu den Geschenken.
Was gehört in diese 20%?
- Geschenke (Weihnachten, Geburtstage, Hochzeiten, Taufen)
- Notgroschen (3-6 Monatsgehälter als Rücklage)
- Altersvorsorge (ETFs, Riester, private Rentenversicherung)
- Langfristige Sparziele (Hauskauf, große Anschaffungen)
Das Geschenke-Konto ist der Gamechanger!
Egal ob Hochzeit, Geburt, Geschenke für die Kinder oder Weihnachtsgeschenke für die Familie – hierfür wird monatlich etwas zur Seite gelegt.
Und wenn das Event dann näher rückt, kann man direkt auf das Konto zurückgreifen.
Auch das Geschenke-Konto liegt bei uns bei N26. So kann ich einfach das Geld verwenden, wenn ich es benötige – und habe somit keinen Stress vor Weihnachten, Hochzeiten oder Geburtstagen!
So berechnest du deine Geschenke-Rücklage
Schritt 1: Alle Geschenke-Anlässe auflisten
Mache eine Liste für ein komplettes Jahr:
Beispiel:
- Weihnachten: 2 Kinder, 2 Elternpaare, 3 Geschwister, 2 enge Freunde = 9 Personen
- Geburtstage: 2 Kinder, Partner, 2 Elternpaare, 3 Geschwister = 8 Personen
- Hochzeiten: ca. 1-2 pro Jahr (je nach Alter/Umfeld)
- Geburten/Taufen: ca. 1 pro Jahr
- Sonstiges: Muttertag, Vatertag, etc.
Schritt 2: Budget pro Person festlegen
Unsere Beispiel-Beträge:
- Kinder (Weihnachten): 30€ pro Kind
- Kinder (Geburtstag): 50€ pro Kind
- Partner: 80€ (Weihnachten + Geburtstag zusammen)
- Eltern/Schwiegereltern: 40€ pro Paar
- Geschwister: 20€ pro Person
- Freunde: 20€ pro Person
- Hochzeiten: 100€ (Geschenk + evtl. Kleidung)
- Geburten/Taufen: 50€
Schritt 3: Jahresbudget berechnen
Unsere Rechnung:
- Weihnachten: 9 Personen × 30€ = 270€
- Geburtstage: 8 Personen × 35€ (Durchschnitt) = 280€
- Hochzeiten: 2 × 100€ = 200€
- Geburten/Taufen: 1 × 50€ = 50€
- Sonstiges (Muttertag, etc.): 50€
= 850€ pro Jahr
Schritt 4: Monatliche Rücklage berechnen
850€ ÷ 12 Monate = ca. 70€ pro Monat
Das wars! Jeden Monat legst du 70€ auf dein Geschenke-Unterkonto – und hast das ganze Jahr über keinerlei Stress! Falls ihr bspw. Weihnachtsgeld oder andere Sonderzahlungen unter dem Jahr bekommt, könnt ihr natürlich auch direkt 850€ auf das Geschenke-Konto legen und müsst euch somit das restliche Jahr nicht mehr damit beschäftigen.
Häufige Fragen zum Unterkonten-System
Frage 1: Was, wenn ich nicht genug Geld habe?
Antwort: Passe die Prozente an!
Statt 50/30/20 vielleicht:
- 60/30/10 (höhere Fixkosten)
- 55/25/20 (weniger Wünsche)
- 70/20/10 (sehr hohe Fixkosten)
Wichtig: Auch wenn es nur 5-10€ pro Monat fürs Geschenke-Konto sind – es ist besser als nichts! Falls das Geld ganz und gar nicht reicht – könnt ihr natürlich auch Sonderzahlungen auf das Geschenke-Unterkonto überweisen. Falls du bspw. Geld von der Steuererklärung zurück bekommst, Weihnachtsgeld gezahlt wird, ihr eine Rückzahlung der Nebenkosten erhaltet oder auch mal etwas über ebay verkauft, könnt ihr das Geld auf das Geschenke-Unterkonto einzahlen
Frage 2: Was, wenn ich mehr/weniger Geschenke brauche?
Antwort: Passe die Beträge an!
Beispiele:
- Mehr Kinder im Umfeld → höheres Budget für Kindergeburtstage
- Viele Hochzeiten stehen an → 200€ statt 100€ pro Hochzeit
- Weniger Verwandte → niedrigeres Budget
Tipp: Mache eine individuelle Liste für deine Familie!
Frage 3: Was, wenn Geld übrig bleibt?
Antwort: Super! Das Geld bleibt auf dem Unterkonto und summiert sich auf!
Beispiel: Du planst 200€ für Hochzeiten ein, es findet aber nur eine statt (100€). Die restlichen 100€ bleiben auf dem Konto für nächstes Jahr!
So hast du immer ein finanzielles Polster.
Frage 4: Welche Bank ist am besten?
Antwort: N26 finde ich am einfachsten (bis zu 10 Unterkonten), aber auch:
- ING: Kostenlose Tagesgeldkonten als „Unterkonten“
- DKB: Mehrere Unterkonten möglich
- comdirect: Unterkonten-Funktion
So startest du mit dem Unterkonten-System
Schritt 1: Berechne dein Haushalts-Nettoeinkommen
- Dein Gehalt + Partner-Gehalt + Kindergeld = Gesamt-Einkommen
Schritt 2: Teile nach 50/30/20 auf
- 50% Fixkosten
- 30% Wünsche
- 20% Sparen
Schritt 3: Erstelle Unterkonten
- Bei N26, ING oder deiner Bank
- Mindestens: Urlaub, Geschenke, Notgroschen
Schritt 4: Automatisiere!
- Richte Daueraufträge ein (z.B. am 1. des Monats)
- So landet das Geld automatisch auf den Unterkonten
Schritt 5: Tracke deine Ausgaben
- Erste 2-3 Monate: Schaue, ob die Beträge passen
- Anpassen, wenn nötig

Dein kostenloses Template
Ich arbeite gerade an einem kostenlosen Starter-Kit zur Haushaltsplanung für dich.
Du bekommst:
- ✅ Excel-Tabelle zum Ausfüllen (deine individuellen Zahlen)
- ✅ Anleitung mit Schritt-für-Schritt-Erklärung
Hier kannst du einfach:
- Deine Einkünfte bzw. euer Haushalts-Nettoeinkommen (inkl. Kindergeld) eintragen
- Du erhältst Werte, die du für die einzelnen Positionen ausgeben kannst (nach dem 50/30/20-Modell)
- Natürlich kannst du es auch nach deinen Vorstellungen und Möglichkeiten anpassen
Das Template hilft dir, deine monatlichen Ausgaben zu überblicken und zu sortieren.
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Meine Erfahrung
Wir nutzen das Unterkonten-System jetzt seit 3 Jahren – und es hat unser Leben verändert.
Vorher:
- Stress vor Weihnachten
- Geld hin- und herschieben
- Angst vor unerwarteten Ausgaben
Heute:
- Entspanntes Weihnachtsshopping (das Geld ist da!)
- Urlaub ohne schlechtes Gewissen (es ist gespart!)
- Hochzeiten? Kein Problem! (Budget ist eingeplant!)
Das Beste: Wir haben sogar mehr Geld zur Verfügung als vorher – weil wir endlich wissen, wo es hingeht!
Dein nächster Schritt
Starte JETZT mit deinem Unterkonten-System:
- ✅ Berechne dein Haushalts-Einkommen
- ✅ Teile nach 50/30/20 auf (oder angepasst)
- ✅ Erstelle min. 3 Unterkonten (Urlaub, Geschenke, Notgroschen)
- ✅ Richte Daueraufträge ein
- ✅ Hol dir mein kostenloses Template!
Und ich bin mir sicher, es gibt dir ein gutes Gefühl deine Finanzen und monatlichen Ausgaben im Griff zu haben. Meine ehrliche Bilanz, wieviel Kinder kosten, findest du übrigens hier.
Das Wichtigste auf einen Blick
✅ Kein Stress mehr vor Weihnachten – das Geld liegt schon bereit
✅ Kein schlechtes Gewissen – jedes Unterkonto hat sein Budget
✅ Mehr Überblick – du weißt immer, wo dein Geld ist
✅ Automatisiert – einmal einrichten, dann läuft es
✅ Flexibel – passe es an deine Familie an
Das Ergebnis: Mehr finanzielle Freiheit und weniger Sorgen! 💚
💬 Nutzt du schon Unterkonten? Wie organisierst du deine Finanzen? Schreib’s in die Kommentare!
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